Magnetresonanztomographie (MRT)

Kopf-MRT        Knie MRT

Die Magentresonanztomographie (MRT) oder Kernspintomographie liefert Schnittbilder aus dem Körperinneren, die genauso gestochen scharf und aufschlussreich sind wie die Bilder aus einem Anatomie-Lehrbuch.

Dieses bildgebende Verfahren eignet sich besonders zur Darstellung von Funktion und Beschaffenheit von Gewebestrukturen und Organen.
Insbesondere Weichteile werden so kontrastreich wiedergegeben, dass sie mit bislang unerreichter Deutlichkeit und Schärfe zu erkennen sind.

Darüber hinaus können diese Aufnahmen in jeder benötigten Ebene anfertigt werden, also sowohl quer als auch längs oder schräg durch den Körper.
Die Auflösung dieser Bilder ist extrem hoch, es können Details von weniger als einem Millimeter Größe dargestellt werden.

Neue, schnellere MRT-Aufnahmeverfahren ermöglichen das Scannen einzelner Schnittbilder in Bruchteilen einer Sekunde und liefern auf diese Weise eine wirkliche Echtzeit-MRT.

Somit können beispielsweise Bewegungen von Organen dargestellt oder die Position medizinischer Instrumente während eines Eingriffs überwacht werden oder funktionelle Abläufe im Körper (z. B. Durchblutung) verfolgt werden. Bilder des schlagenden Herzens werden bisher mit einem EKG synchronisierte Messungen benutzt, wobei Daten aus mehreren Herzzyklen zu vollständigen Bildern kombiniert werden. 

Bei der sogenannten Kernspinspektroskopie kann man den Gehalt von bestimmten Stoffwechselprodukten im Gewebe messen.

Arbeitsweise MRT:

Vorteil der Kernspintomographie ist, dass sie völlig strahlungsfrei funktioniert. Es wird dabei der physikalische Effekt des sog. Kernspins ausgenützt. Als Kernspin bezeichnet man den Eigendrehimpuls eines positiven Atomkerns in seiner negativen Elektonenhülle um seinen eigenen Schwerpunkt, ähnlich einem Kreisel.

Dieser Eigendrehimpils erzeugt ein eignes kleines Magnetfeld und ist eine Grundeigenschaft der Elementarteilchen. Jedes Element hat dabei eine typische Frequenz, die nicht abgebremst oder beschleunigt werden kann und einfach immer da ist.Beim MRT werden nun die Wasserstoffatome im menschlichen Körper mit starken, aber ungefährlichen Magnetfeldern angeregt. Dadurch richten sich die Kernspin-Achsen der Atome alle parallel aus, welche ansonten in unterschiedliche Richtungen weisen.
Anschließend werden elektromagnetische Radiowellen Impulse (Sequenzen) ausgesendet, durch welche die Atome wieder aus dieser Position herauskommen und in ihre ursprüngliche Ausrichtung zurückkehren.Die dabei aufgenomme und wieder abgegebene Energie kann gemessen und dann in Schnittbilder umgerechnet werden. Mit unterschiedlichen Sequenzen können unterschiedliche Gewebe dargestellt werden. Wasserreiche Gewebestrukturen erscheinen z.B. sehr hell und Gewebe mit wenig Wasseranteil werden dunkeler dargestellt. Diese verschiedenen Kontraste und Helligkeitabstufungen liefern die gewünschte Bildinformation. 

Das MRT ist eine strahlungsfreie Untersuchungmethode, die sehr detaillierte Bildinformation liefert.

Allerdings sind dafür auch oft längere Untersuchungszeiten (durchschnittlich ca. 30 Min.) notwendig und die Untersuchung ist technisch bedingt, mit lauten Klopfgeräuschen verbunden, die durch Kopfhörer oder Ohrstöpsel gedämft werden.

Limitationen hat das MRT-Verfahren bei Patienten mit Herzschrittmachern, Defibirillatoren, Insulinpumpen, Cochlearimplantaten oder metallenen Implantaten.

Bei den technischen Implantaten wird die Technik durch die starken Magnetfelder zer-/gestört bzw. der Patient ggf. geschädigt, daher dürfen diese Patienten in der Regel einer MRT-Untersuchung ausgesetzt werden.

Bei den metallischen Implantaten hängt es davon ab, ob ihr Material magnetisierbar ist oder nicht und das muß in jedem Fall vor einer Untersuchung genaustens geprüftwerden.

Prinzipiell gilt, dass jegliche metallische oder magnetisierbare Gegenstände (Brillen, Schmuck, Handys, Chipkarten, MP3-Player, Münzen etc.) nicht in einen MRT-Untersuchungsraum mitgebracht werden dürfen!

 

 

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